06.03.2013

AdConti Pharma AG zu Schadensersatz verurteilt

Der Geschäftsführer der AdConti Pharma AG wurde vom LG Düsseldorf zu Schadenersatz verurteilt.

Im Urteil, Aktenzeichen 2b O 263/08, verkündet am 02.03.2012, wurde er dazu verurteilt, einer Anlegerin Schadensersatz zu leisten, nachdem diese in ein Kapitalanlagemodell investiert hatte, das als risikolos dargestellt wurde.

Die AdConti Pharma AG nahm bei Anlegern Darlehen auf, welche jährlich mit 18% p.a. verzinst werden sollten. Der Rückzahlungsanspruch wurde durch eine Bürgschaft der Albatros Invest S.p.A. gesichert, so auch bei der Anlegerin. Zudem wurde zwischen der Anlegerin und einer deutschen Gesellschaft ein Treuhandvertrag abgeschlossen.

Nach den vereinbarungsgemäß bezahlten Zinsen entschied sich die Anlegerin für einen Auszahlungsverzicht und einer damit verbundenen Weitergewährung der Beiträge als Darlehen. Dieses neue Darlehen wurde nun durch Garantieurkunden der Zuger Bürgschaftskasse gesichert.

Kurz darauf blieben die Zinszahlungen aus, was die AdConti Pharma AG mit technischen Schwierigkeiten begründete, worauf die Anlegerin das Darlehen ordentlich kündigte.

Daraufhin räumte die AdConti Pharma AG wirtschaftliche Schwierigkeiten ein und die Anlegerin  kündigte das Darlehen fristlos. Die Beiträge wurden ihr jedoch nicht zurückbezahlt.

Das LG Düsseldorf begründete seine Entscheidung unter anderem damit, dass es sich bei der Behauptung, die Zuger Bürgschaftskasse sei eine zuverlässige Bürgerin mit einwandfreier Bonität, um eine Täuschung oder zumindest um eine Behauptung ins Blaue hinein handelt, wodurch Anleger zu Vermögensverfügungen motiviert werden sollten.

Soweit auch Sie zu dem geschädigten Personenkreis der Anleger gehören, raten wir dringend und schnellstmöglich dazu, mögliche Schadensersatzansprüche von einer auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei prüfen zu lassen. Setzen Sie sich gerne mit uns direkt in Verbindung.

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