26.04.2014

Anlagebetrug um Infinus / FuBus: Immobillien unter dem Hammer – lächerliche Erlöse

26.04.2014: insgesamt 36 Immobilien aus der Unternehmensgruppe um Infinus stehen über ein Bieterverfahren zum Verkauf. Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, hat der Insolvenzverwalter der Prosavus AG, Frank-Rüdiger Scheffler, am vergangenen Donnerstag bestätigt, dass die Büro- und Geschäftshäuser, Mehrfamilienhäuser, Mietwohnungen und Villen auch in bester Lage bist August zur Befriedigung der bestehenden Forderungen im Insolvenzverfahren veräußert werden sollen. Die zur Prosavus AG gehörenden Immobilien werden hier auf rund 38 Millionen € taxiert, nach Abzug der nach wie vor bestehenden Bankverbindlichkeiten und sonstigen Kosten werden aber wohl nur 7-8 Millionen € netto zur Verfügung stehen.

Verheerende Zahlen sind dies - insbesondere in Gegenüberstellung mit den alleine bei der Prosavus und dieser zuzuordnenden Tochtergesellschaften bestehenden Forderungen in Höhe von rund 420 Millionen € von etwa 12.000 Gläubigern. Auch unter der Annahme, dass die Insolvenzmasse nicht ausschließlich aus diesen Immobilienerlösen bestehen wird, blicken die betroffenen und geschädigten Anleger immer tiefer in einen unermesslichen Abgrund. Insgesamt stehen hinter dem gigantischen Anlagebetrugsskandal rund um die Konzernmutter Future Business KGaA (FuBus) nach letzten Meldungen deutlich über 1 Milliarde € Anlagegelder im Feuer, etwa 45.000 gutgläubige Investoren sind hier involviert. Der Löwenanteil der bestehenden Forderungen bezieht sich auf die durch die Konzernmutter ausgegebenen Orderschuldverschreibungen in Höhe von etwa 684 Millionen € an rund 30.000 Anleger. Auch die FuBus besitzt eine Reihe von Immobilien, unter anderem vier Villen in bester Lage in Dresden-Blasewitz, deren Wert auf etwa 17 Millionen € geschätzt wird, diese wurden bis zum Zusammenbruch der Investmentgruppe im wesentlichen als Geschäftsräumlichkeiten genutzt.

Nach wie vor sitzen fünf der insgesamt zehn Hauptbeschuldigten in Untersuchungshaft. Einer der Beschuldigten Vorstände war nach umfangreichen geständigen Aussagen war vor einiger Zeit aus der Haft entlassen worden, weitere vorliegende Haftbeschwerden wurden hingegen abgelehnt. Zwischenzeitlich sind fast alle Einzelunternehmen aus dem weitverflochtenen Unternehmenskonglomerat zahlungsunfähig beziehungsweise insolvent.

In Vertretung unserer umfangreichen Mandantschaft haben wir entsprechende Haftungs- und Schadensersatzklagen fertiggestellt und auf den Weg gebracht und überdies vorsorgliche Pfändungsarreste gegen sämtliche Hauptbeschuldigte beantragt und erwirkt, ein Schritt, der unsere Auftraggeber hinsichtlich der bestehenden und tatsächlich effektiv durchsetzbaren Forderungen in eine hervorragende Position versetzt. Wir empfehlen allen bislang untätig gebliebenen Anlegern nochmals dringend, umgehend mit entsprechend erfahrener rechtlicher Vertretung alle anwaltlich möglichen Schritte zur Sicherung jeweiliger Außenstände zu unternehmen. Gerne dürfen Sie uns in dieser Hinsicht kontaktieren, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Bestandsaufnahme ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.

Bank- und Kapitalmarktrecht