28.03.2017

Autark Invest AG droht Kunden mit Insolvenz - Schadensersatz bei Pleite?

Das Internetportal finanztest.de berichtet in einem weiteren Artikel über die Autark-Gruppe über Drohanrufe aus dem Unternehmen heraus an Anleger und Vermittler.

So seien in einer Vielzahl von Fällen Investoren aufgefordert worden, vorliegende Kündigungen zurückzunehmen. Vormaligen Vermittlern der Geldanlagen in die Autark-Produkte sei nahegelegt worden, ihre Kunden ebenfalls zu Rücknahmen von vorliegenden Kündigungen zu bewegen. Widrigenfalls müsse das Unternehmen Insolvenz anmelden, so die Drohung.

Darüber hinaus berichtet das Magazin über Einschüchterungsversuche durch eine offensichtlich von der Autark-Gruppe beauftragte Kölner Rechtsanwaltskanzlei. Im Namen dreier zugehörige Firmen sowie zweier verantwortlicher Personen aus dem Unternehmenskonglomerat sei die Stiftung Warentest/Finanztest zur Löschung bestehender kritischer Artikel aufgefordert worden. Die Rede sei hier von einer Prangerwirkung gewesen, die die Nennung der betreffenden Firmen- und Personennamen in Kombination mit den laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen hinsichtlich des Verdachts auf Betrug, Untreue sowie Geldwäscherei bedeute. Ein "begründetes Informationsinteresse der Öffentlichkeit" an solcherlei Berichten bestehe nicht, so die Kanzlei.

Die Stiftung Warentest verweist nun auf eine gänzlich andere Sichtweise der Dinge. Keinesfalls würden die bestehenden Artikel zurückgezogen, vielmehr seien zwei weitere Unternehmen aus der Autark-Gruppe auf die Warnliste Geldanlage gesetzt worden. Wichtig sei die Information der Öffentlichkeit und insbesondere der 3600 Anleger im Hinblick auf den eigentlichen Firmenchef und dessen bereits bestehende Verwicklungen in unsaubere Finanzgeschäfte. Im übrigen müsse nochmalig festgestellt werden, dass die frohe Botschaft an die Anleger über die Erfolgsgeschichte der Autark Digital GmbH falsch sei - die Gesellschaft ist pleite. Die zugehörige Webseite vermeldet kurz und bündig: "Auf Wiedersehen".

Was ist von der ganzen Sache zu halten? Naturgemäß nicht viel - und wir erneuern jedenfalls an alle bislang untätig gebliebenen Anleger in die Finanzprodukte der in Rede stehenden Autark-Gruppe den dringlichen Rat, im Interesse der nachdrücklichen Geltendmachung und Sicherung bestehender Ansprüche entsprechend erfahrenen anwaltlichen Rat und Hilfe einzuholen, und zwar möglichst umgehend - im eigenen Interesse. Gerne dürfen Sie sich in dieser Hinsicht an uns wenden.

Bank- und Kapitalmarktrecht