25.02.2014

Börsenguru Markus Frick muss ins Gefängnis

Wie verschiedene Medien vermelden, wurde heute der "Börsenguru" und Finanzjongleur Markus Frick vor dem Frankfurter Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten verurteilt. 

Der Vorsitzende Richter Klaus Wiens sah es als erwiesen an, dass sich der vormalige N24-Moderator der ihm vorgeworfenen verbotenen Marktmanipulation schuldig gemacht habe und verwies hierzu auch auf das "von Einsicht und Reue geprägte" weitgehende Geständnis des Angeklagten in dieser Hinsicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Fricks Verteidiger Daniel Krause wolle eine Revision prüfen. Frick selber durfte nun nach beinahe 14 Monaten in Untersuchungshaft das Landgericht als vorläufig freier Mann verlassen, musste jedoch Pass sowie Personalausweis abgeben und hat die Auflage, sich regelmäßig an seinem Wohnsitz zu melden.

Der ebenfalls gegen Frick erhobene Vorwurf des versuchten und vollendeten bandenmäßigen Betrugs wurde zwischenzeitlich im laufenden Verfahren fallengelassen. Die zuständige Frankfurter Staatsanwaltschaft begründete diesen Schritt mit dem unverhältnismäßig hohen Aufwand, der zum Nachweis hierbei vor allem auch staatenübergreifend vonnöten gewesen wäre. Ein weiterer Beschuldigter im Verfahren wurde zu einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt, diese wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Besonders interessant für geschädigte Anleger und Bezieher von Fricks Börsenbriefen ist nunmehr, dass dieser geständige Angaben auch zu weiteren Hintermännern und Mittätern gemacht hatte. Gegen diese könnten und sollten sich Schadensersatzansprüche richten, insbesondere, da das bei Frick beschlagnahmte Vermögen nach Abzug des sogenannten Verfalls an die Staatskasse in Höhe von 660.000 € kaum zur Befriedigung aller bestehenden Ansprüche ausreichen dürfte.

Die von Frick selbsttätig rückgeführten Gewinnanteile in Höhe von 1,24 Millionen € verbleiben zwischenzeitlich auf einem Berliner Treuhandkonto, geprellte Anleger benötigen für einen Rückgriff hierauf allerdings einen rechtskräftigen Titel. Frick muß i.ü. mit weiteren Verfahren wegen anderer von ihm vertriebener Börsenbriefe rechnen.

Die ADWUS Rechtsanwälte haben sich auf dem Gebiet des Wirtschafts-, Banken- und Kapitalmarktrechts über die Jahre eine ausgewiesene Expertise erarbeitet. Auch im vorliegenden Fall vertreten wir bereits eine Vielzahl von Geschädigten, gerne dürfen Sie sich ebenfalls in dieser Sache an uns wenden. Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Sachstandsklärung ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.

Bank- und Kapitalmarktrecht