28.03.2013

Concept 1: Anlagebetrug im großen Stil

Was zunächst scheinbar klein und unbeobachtet begann, entwickelt sich nunmehr zu einem großen Anlegerskandal.

Die Firma Concept 1 aus Lauf an der Pegnitz, Mittelfranken, bei Nürnberg, hat im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit seit dem Jahre 1997 nach letzten hier vorliegenden bestätigten Angaben gut 700 Anleger für deren „Finanzprodukte“ gewonnen. Die Gesamtschadensumme ist derzeit noch offen, dürfte sich aber im dreistelligen Millionenbereich bewegen. Allein die durch die Kanzlei Wittmann & Schmitt vertretenen zahlreichen Anleger kommen bereits auf Zahlungsansprüche gegenüber der Firma Concept 1 in Höhe von mehr als 50 Millionen Euro.

Anlageprodukte waren im Wesentlichen sog. Sparverträge/Unternehmensbeteiligungen sowie insbesondere die Vermittlung sog. Mitarbeiteraktien namhafter DAX-Unternehmen zu angeblich verbilligten Einkaufskonditionen. Tatsächlich dürfte es sich um rechtlich unzulässige, d.h. ohne Erlaubnisse gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) betriebene Einlagengeschäfte sowie Finanzkommissionsgeschäfte handeln. Darüber hinaus bestätigten sich seitens der Staatsanwaltschaft im Ermittlungsverfahren gegen den Inhaber, Herrn Jens Blaume, sowie weitere Mitbeschuldigte und Beteiligte erhebliche Unregelmäßigkeiten, die letztendlich zu einem Eingreifen der Ermittlungsbehörden geführt haben. Das Ermittlungsverfahren wird durch die zuständige Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zum Aktenzeichen 508 Js 1516/12 geführt.

Herr Jens Blaume befindet sich u.a. wegen dieser unerlaubten Geschäfte der Firma Concept 1 seit 5. Juni 2013 in Untersuchungshaft. In Vollziehung eines dinglichen Arrestes zugunsten des Freistaates Bayern wurden sämtliche Vermögenswerte sichergestellt. Aus bekannt gewordenen Unterlagen der Ermittlungsbehörden, die der Kanzlei de Unterfertigten vorliegen, ist ersichtlich,

dass im Rahmen von Kontoverdichtungsmaßnahmen festgestellt wurde, dass bereits zum 01.01.2011 nachweislich erhebliche kapitalmäßige Unterdeckungen bei Concept 1 vorgelegen haben, was die Annahme eines Schneeballsystems und damit den einhergehenden Tatverdacht des gewerbsmäßigen Betruges begründet. Den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zufolge, soll ein mit einbezahlten Anlegergeldern revolvierendes Schneeballsystem seit 2009 zu Lasten der Anleger betrieben worden sein.

Sollten auch Sie betroffen sein, helfen wir Ihnen gerne weiter. Unsere Kanzlei ist insbesondere in Kooperation mit Herrn Prof. Dr. habil. jur. Jürgen Rath spezialisiert auf die Vertretung in Kapitalanlagebetrugsfällen. Wir erstellen derzeit Klageschriften gegen die Beschuldigten und Beteiligten für unsere Mandanten. Wegen eines unverbindlichen Gesprächs nehmen Sie gerne mit Herrn Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann Kontakt auf.

Bank- und Kapitalmarktrecht