13.12.2016

Dieter Kühn, Nauort: BaFin verbietet Einlagengeschäft und ordnet Abwicklung an

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat mit Bescheid vom 23.11.2016 angeordnet, dass Herr Dieter Kühn, Nauort, das von ihm ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft sofort einzustellen und unverzüglich abzuwickeln habe.

In der am 09.12.2016 auf der Webseite der BaFin veröffentlichten Anordnung führt die Bundesanstalt weiter aus, dass Herr Dieter Kühn "unbedingt rückzahlbare Gelder" auf der Grundlage von Darlehensverträgen von Anlegern angenommen habe. Diese seien "unverzüglich und vollständig per Überweisung" auf die Konten der betroffenen Investoren rückzuführen. Diese in Rede stehende Verfügung der BaFin ist von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, allerdings noch nicht bestandskräftig.

Für die Betroffenen bleibt auch in diesem Falle zu hoffen, dass Herr Kühn in der Lage sein wird, der Anordnung der Bundesanstalt tatsächlich Folge zu leisten, und zwar vollumfänglich. Auffällig bleibt jedenfalls im Zusammenhang die deutliche Häufung solcher oder ähnlicher Verfügungen in der näheren Vergangenheit durch die BaFin. Der aufmerksame Marktbeobachter dürfte allerdings darauf verweisen, dass in einer Vielzahl ähnlich gelagerter Begebenheiten die Moritat für die involvierten Anleger ein garstiges Lied mit ganz und gar übler Schlussstrophe wurde. Nach dem Bänkelgesang von der einzigartigen Erfolgsmethode verknüpft mit der höchsten Sicherheit lautet der Refrain nicht selten wie im alten deutschen Sprichwort: Aus Erfahrung wird man klug.

 

Bank- und Kapitalmarktrecht