06.03.2013

Falk-Fonds: BGH urteilt Anlegerfreundlich

Widerrufsfrist begann nicht zu laufen / Rückabwicklung des Darlehensvertrags sowie Rückzahlung der Beteiligungsbeiträge.

Laut einer aktuellen Entscheidung des BGH, Az. XI ZR 33/08, ist es einem Anleger der Falk Beteiligunsgesellschaft 76 GmbH & Co KG auch nach mehreren Jahren noch möglich einen Darlehensvertrag zu widerrufen, den er zur Finanzierung seines Kapitals abgeschlossen hatte.

Der Anleger beteiligte sich Ende des Jahres 2002 als Treuhänder an der Falk Beteiligungsgesellschaft 76 GmbH & Co KG. Teilweise finanzierte er die Beteiligung über ein Bankdarlehen, teilweise aus eigenen Mitteln.

Als die Fondsgesellschaft im Jahr 2005 insolvent wurde, widerrief er seine Erklärung zum Darlehensvertrag. Er legte dar, dass die Widerrufsfrist gar nicht zu laufen begonnen hätte, weil er nicht ordnungsgemäß über die Risiken einer Beteiligung aufgeklärt worden sei. Die finanzierende Bank akzeptierte die Widerrufserklärung jedoch nicht.

Der BGH urteilte in seiner Entscheidung nun zugunsten des Anlegers, dass die Widerrufsbelehrung nicht ordnungsgemäß erfolgt ist und die Widerrufsfrist nicht ordnungsgemäß in Gang gesetzt wurde und ein Widerruf auch heute noch möglich ist. 

Folglich ist nach wirksam erfolgtem Widerruf die finanzierende Bank sowohl zur Rückabwicklung des Darlehensvertrages als auch zur Begleichung der Beteiligungsbeiträge des Anlegers, die er aus eigenen Mitteln bewirkt hat, verpflichtet.

Soweit auch Sie zu dem geschädigten Personenkreis der Anleger gehören, raten wir dringend und schnellstmöglich dazu, mögliche Schadensersatzansprüche von einer auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei prüfen zu lassen oder setzten Sie sich mit uns direkt in Verbindung.

Bank- und Kapitalmarktrecht