15.05.2016

German Pellets-Skandal: 2. US-Werk pleite - weitere Millionen rauschen durch den Schornstein

Wie u.a. das Handelsblatt berichtet, hat mittlerweile auch das zweite mit German Pellets verbundene Holzpressling-Werk in den Vereinigten Staaten Insolvenz angemeldet und sich unter das Schutzschirmverfahren nach Chapter 11 geflüchtet.

Die offizielle Zahlungsunfähigkeit der Texas Pellets Inc. in Woodville sei am 30. April angemeldet worden, wie die Wirtschaftszeitung schreibt. Diese nächste Schieflage eines weiteren nur indirekt über komplizierte Vertragsstrukturen mit German Pellets verbundenen Unternehmens bedeutet für die involvierten Investoren ein Fanal.

Wie zwischenzeitlich vielfach berichtet, hatte Unternehmenschef und -gründer Peter Leibold rund 150 Millionen € aus den durch German Pellets begebenen Anleihen sowie dortig emittierten Genussrechten an die beiden Pellet-Werke in den USA ausgereicht. Hier dienten die Gelder zur Absicherung der durch die US-amerikanischen Werke aufgelegten Zinspapiere, fungierten also für die in den USA engagierten Investoren als Insolvenzschutz. Da die in Deutschland im Feuer stehenden Anleihegelder sowie das Genussrechtskapital nachrangig und nicht besichert sind, muss davon ausgegangen werden, dass die nach Übersee transferierten Millionen für die hiesigen Anleger verloren sind - und insoweit eine möglicherweise überhaupt noch zu erwartende Quote im Insolvenzverfahren weiter dezimieren werden.

In o.a. causa bereiten wir zwischenzeitlich im Auftrag bestehender Mandantschaft Schadensersatzklagen gegen die Unternehmensführung sowie weitere verantwortliche Personen im Umfeld von German Pellets vor.  Gerne dürfen Sie sich als betroffener Anleger in dieser Sache ebenfalls an uns wenden. 

Bank- und Kapitalmarktrecht