23.03.2014

Gewinnspiel-Telefonterror: Bande treibt Rentner in Selbsmord

23.03.2014: wie der Mannheimer Morgen berichtet, hat sich ein Rentner aus der Pfalz, der über Jahre hinweg mit vorgeblichen Gewinnspiel-Anrufen terrorisiert wurde, das Leben genommen.

Wie die ermittelnde Polizeibehörde berichtet, waren die Daten des Mannes über eine Firma weitergegeben worden, das Opfer sei dann regelmäßig von Trickbetrügern angerufen und zur Teilnahme an dubiosen Gewinnspielen überredet worden. Zudem sei der Rentner regelmäßig mit schriftlichen Zahlungsaufforderungen überhäuft worden, da er vorgeblich Verträge abgeschlossen habe. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurde der genaue Wohnort des Mannes nicht bekanntgegeben, es handele sich aber wohl um eine Ortschaft in der Süd- oder Vorderpfalz.

Den Ausschlag zu der Verzweiflungstat gab nun ein letzter Schockanruf, in dem sich einer der Betrüger wohl als Staatsanwalt ausgab und dem Opfer mitteilte, dass gegen ihn wegen illegalem Glücksspiel ermittelt werde, was gegen Zahlung einer Geldauflage in vierstelliger Höhe eingestellt werden könnte. Der Mann bezahlte und nahm sich anschließend aus Furcht vor dem finanziellen Ruin das Leben.

Das Bundeskriminalamt berichtet seit geraumer Zeit über eine stetig wachsende Zahl von Betrugsversuchen über Telefonanrufe insbesondere mit der Aufforderung zur Teilnahme an Gewinnspielen. Die Opfer sind hier in aller Regel Senioren, die teilweise 20 bis 30 mal täglich telefonisch belästigt, genötigt und bedroht werden. Solcherart unter Druck gesetzt, willigt eine erhebliche Zahl Betroffener in die Preisgabe von Kontodaten oder direkte Zahlungen ein. Da die Dunkelziffer in diesem Bereich extrem hoch ist, insbesondere auch deshalb, weil die Opfer aus Scham oder Unwissen solche Vorfälle nicht melden, haben die Behörden oftmals große Schwierigkeiten bei der Aufdeckung und Verfolgung der dahinterstehenden bandenmäßigen Strukturen.

Betroffene sollten insbesondere auch mit Hilfe der jüngeren Generation solcherart Betrugsversuche umgehend polizeilich melden und nach bereits erfolgten erpressten Zahlungen mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung alle rechtlich möglichen Schritte zur Geltendmachung und effektiven Durchsetzung von Schadensersatzzahlungen unternehmen. Die auf Wirtschafts-, Banken- und Kapitalmarktrecht spezialisierten ADWUS Rechtsanwälte haben sich insbesondere auf dem Gebiet der nachdrücklichen Durchsetzung bestehender Forderungen einen ausgezeichneten Namen erarbeitet. Gerne dürfen Sie sich zur rechtlichen Vertretung an uns wenden, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei - auch für eine unverbindliche kurze telefonische Klärung - ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.

Bank- und Kapitalmarktrecht