31.03.2014

INFINUS: Ergo-Tochter Victoria Lebensversicherung in Infinus-Anlageskandal verwickelt?

31.03.2014: ein weiteres Versicherungsunternehmen ist offensichtlich mit einem deutlich dreistelligen Millionenbetrag in den gigantischen Anlageskandal um die Finanzdienstleistungsgruppe um Infinus/FuBus (Future Business kGaA) verwickelt.

Wie das Handelsblatt mitteilt, ist neben den beiden österreichischen Assekuranz-Unternehmen Wiener Städtische und Finance Life, der Canada Life, der Alten Leipziger sowie der Gothaer Versicherung nun auch die Ergo-Versicherungsgruppe in den mutmaßlichen gigantischen Anlage-Betrugsskandal involviert. Die zuständige Dresdner Staatsanwaltschaft wirft dem Finanzdienstleister vor, die bei den Versicherungsgeschäften anfallenden hohen Provisionen in ihren Bilanzen als künstliche Gewinne dargestellt, hiermit die Bilanzsumme aufgebläht und so die Ertragslage geschönt zu haben. Auf diese Weise seien über solcherart falsche Darstellung der Ertragslage potentielle Anleger gelockt und frisches Kapital in die Unternehmensgruppe akquiriert worden.

In den Jahren zwischen 1990 und 2008 habe die Victoria Lebensversicherung Policen mit der Finanzdienstleistungsgruppe in Höhe von rund 150 Millionen € abgeschlossen, in den fünf Folgejahren waren mit einer weitere Tochter der Ergo, der Vorsorge Lebensversicherung Luxemburg, Verträge über etwa 33 Millionen € vereinbart worden. Teilweise hatten die Versicherungsunternehmen wohl vorzeitig Verträge beendet respektive die Geschäftstätigkeit mit der Infinus/FuBus aufgrund interner Bedenken eingestellt: "die Struktur der Geschäfte habe ... nicht den Unternehmensusancen entsprochen", so etwa ein Sprecher der österreichischen Wiener Städtischen.

Die auf Wirtschafts-, Banken- und Kapitalmarktrecht spezialisierten ADWUS Rechtsanwälte sind bereits mit der nachdrücklichen Vertretung der Interessen einer Vielzahl Betroffener beauftragt. Wir haben zwischenzeitlich zur Sicherung der berechtigten Ansprüche unserer Mandanten Pfändungsarreste gegen die nach wie vor zum großteil in Untersuchungshaft sitzenden Verantwortlichenaus der Unternehmensspitze beantragt und erwirkt. Allen bislang untätig gebliebenen Geschädigten raten wir erneut dringend, umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung alle rechtlich möglichen Schritte zu unternehmen. Gerne dürfen Sie sich diesbezüglich mit uns in Verbindung setzen, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Erörterung der Sachlage ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.

Bank- und Kapitalmarktrecht