02.10.2014

Insolvenz der Selfmade Capital: bröckelt Hartwiegs Imperium?

02.10.2014: die Selfmade Capital Management GmbH hat vor dem Amtsgericht München Antrag auf Insolvenz gestellt (Aktenzeichen 1507 IN 2927/14), wie das Handelsplatz exklusiv berichtet.

Der Wirtschaftszeitung liege das entsprechende Dokument vor. Darüber hinaus werden informierte Kreise mit den Worten zitiert, dass "zahlreiche weitere Gesellschaften" aus dem Unternehmensgeflecht des Malte Hartwieg ebenfalls zahlungsunfähig seien. Wie zwischenzeitlich vielfach berichtet wurde, stocken die Auszahlungen bei mindestens zehn der Gesellschaften aus dem Konglomerat um die durch den ehemaligen Maurer Malte Hartwieg gegründete Finanz-Vertriebsplattform Dima24 bereits seit Monaten, und die zuständige Münchner Staatsanwaltschaft hat ein förmliches Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet.

Die Dima24 selber spreche von rund 2000 betroffenen Kunden, es gehe um eine Anlagesumme von etwa 120 Millionen €. Erst kürzlich habe der durch Hartwieg beauftragte Kölner Anwalt Werner Klumpe den Anlegern mitgeteilt, dass für eine Reihe von  Fondsgesellschaften Insolvenzanträge gestellt worden wären. Hartwieg selber sei "finanziell nicht mehr handlungsfähig", wie sich das Handelsblatt wörtlich ausdrückt, da mindestens Teile seines Privatvermögens durch Pfändungen blockiert wären. Das Wirtschaftsblatt habe ihn vergeblich um eine Stellungnahme ersucht, der Unternehmensgründer scheine seit geraumer Zeit abgetaucht. Auch die unternehmenseigene Webseite ist zur Stunde nicht abrufbar. Allein auf dem Facebook-Portal der Gesellschaft lacht einem das blaue Wasser der Karibik vor der Insel St. Lucia entgegen, verbunden mit Eigenwerbung im Hinblick auf die erzielten Fondsergebnisse sowie das von den "handelnden Personen" gemanagte investierte Kapital von insgesamt über 1 Milliarde US-$.

Die weitere Verschärfung der Tonlage im Hinblick auf die Nachrichten aus dem Finanzimperium des Malte Hartwieg lässt für die weitere Entwicklung der Werthaltigkeit der dortig investierten Mittel kaum Gutes erahnen - besonders auch vor dem Hintergrund, dass laut Handelsblatt ein Münchner Anwalt damit beauftragt sei, zu prüfen, ob grundsätzlich ein Insolvenzgrund vorliege und überdies genügend liquide Mittel in der Fondsgesellschaft verblieben seien, um überhaupt die anfallenden Verfahrenskosten decken zu können. Wir empfehlen nochmals dringend allen investierten Anlegern, umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung alle rechtlich möglichen Schritte zur Sicherung bestehender Ansprüche zu prüfen und gegebenenfalls zu unternehmen. Gerne dürfen Sie uns in dieser Hinsicht kontaktieren, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Bestandsaufnahme ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.

Bank- und Kapitalmarktrecht