17.12.2013

Insolvenz der Solarstrom AG: ein weiteres Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien zahlungsunfähig

13.12.2013: wie mehrere seriöse Medien heute melden, ist das Unternehmen S. A. G. Solarstrom AG insolvent und wird die 2010 begebene Anleihe zum Fälligkeitstermin am 14. respektive 16.12.2013 nicht mehr bedienen können.

Das Unternehmen möchte das relativ neue Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung in Anspruch nehmen, trotz fragwürdiger Zukunftsaussichten soll eine Unternehmensumgestaltung betrieben werden. Die Schuld an der Zahlungsunfähigkeit wird von dem Betrieb mit Zahlungsausständen und Projektverzögerungen, die das Unternehmen nicht zu verantworten hätte, begründet. Im übrigen sei die nun entstandene Situation selbst kurzfristig nicht absehbar gewesen, so Karl Kuhlmann, der Chef der Freiburger Firma.

Mit dem Ausfall der Unternehmensanleihe der Solarstrom AG ist nunmehr eine weitere sogenannte Mittelstandsanleihe in Not. Weitere Gläubiger, Banken und Finanzdienstleister sind wohl nicht bereit, weiteres Kapital bereitzustellen, um dem Unternehmen zu helfen. Für Stirnrunzeln sorgt allerdings die Angabe, dass das Unternehmen bei 188 Millionen Jahresumsatz im vergangenen Jahr immerhin netto rund 1 Million € verdient hat. Insbesondere der umweltbewusste und auf ethisch korrektes Investment bedachte Kleinanleger dürfte sich hier die Frage stellen, warum ausgerechnet er über den groben Kamm geschoren werden soll, während das Unternehmen im Akkord mit den Banken das garstige Lied der Zahlungsunfähigkeit anstimmt.

Wir empfehlen betroffenen Anleihehaltern dringend, rechtliche Schritte mithilfe erfahrener anwaltlicher Assistenz zu prüfen. Insonderheit sollte hier das Augenmerk liegen auf Möglichkeiten zum Rückgriff über die sogenannte Prospekthaftung, ebenso sollte eine etwaige Falschberatung beim Vertrieb der Anleihen genau überprüft werden. Den meisten Finanzprodukten auf dem sogenannten grauen Markt ist zueigen,

dass hier oft eine Kombination von mangelhafter Beratung und auf der anderen Seite zum Teil exorbitanten Provisionen vorliegt. Anlegerschützer haben immer wieder vor Investments in diesem Segment gewarnt, die Gerichte bis hinauf zum BGH hingegen haben in der Vergangenheit regelmäßig anlegerfreundliche Urteile in diesem Bereich gesprochen. Gerne dürfen Sie uns für eine unverbindliche kurze telefonische Klärung der Sachlage kontaktieren, Ansprechpartner ist innerhalb der Kanzlei RA Wolfgang Wittmann. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath haben sich die auf Banken-, Wirtschafts- & Kapitalmarktrecht spezialisierten ADWUS Rechtsanwälte in der Vergangenheit eine außerordentliche Expertise erworben, durchgängig betreuen wir hunderte von laufenden Verfahren auf diesem Gebiet und werden uns mit Nachdruck auch für die Vertretung Ihrer Interessen einsetzen.

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