23.02.2014

Markus Frick-Börsenbriefe: die Show geht weiter

Am kommenden Dienstag, 25.02.2014, soll vor dem Landgericht Frankfurt ein Urteil im aktuell laufenden Prozess gegen den bereits rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe verurteilten ehemaligen N24-Moderator Markus Frick gefällt werden. 

Frick sitzt mittlerweile seit mehr als einem Jahr in Untersuchungshaft, ihm wurden von der Staatsanwaltschaft Frankfurt Marktmanipulation sowie bandenmäßiger Betrug vorgeworfen. Sein Strafverteidiger Daniel Krause hat am letzten Verhandlungstag in seinem Plädoyer versucht, seinen Mandanten als reuigen Sünder darzustellen, der überdies tatkräftig bereits Wiedergutmachung durch Rückgabe ergaunerter 1,24 Millionen € geübt habe.

Markus Frick war bereits 2011 vor dem Landgericht Berlin ebenfalls wegen Marktmanipulation, hier in 36 Fällen, zu einer Freiheitsstrafe von eindreiviertel Jahren verurteilt worden, die Strafe wurde damals zur Bewährung ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft hat im laufenden Verfahren eine Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten gefordert, die ursprünglich erhobenen Betrugsvorwürfe wurden mittlerweile fallengelassen, da hier ein Nachweis insbesondere auch über Ländergrenzen hinweg unverhältnismäßig hohen Ermittlungsaufwand erfordert hätte.

Für Frick dürfte nunmehr problematisch werden, dass die neuerlichen Vorwürfe in die Bewährungszeit hineinfielen. Die Wirtschaftswoche berichtet, dass die Pressestelle des Berliner Strafgerichts mitgeteilt habe, dass es durchaus möglich sei, Strafaussetzungen zu widerrufen, falls ein Verurteilter innerhalb der Bewährungszeit weitere Straftaten begehe. Dies allerdings müsste zunächst rechtskräftig festgestellt werden, insofern sei bis dato nicht absehbar, wie in dieser Sache weiter vorgegangen würde, das aktuelle Verfahren sei ja noch nicht einmal in erster Instanz beendet.

Gegenstand des aktuell noch laufenden Verfahrens sind Fricks Börsenbrief "Deutscher Aktiendienst" und beispielhaft die dortigen Empfehlungen der Aktien von LetsBuyIt, AUTEV und Venatus Interactive. Mittlerweile ist allerdings auch die Rede davon, dass weitere Ermittlungen wegen anderer Börsenbriefe in neuerliche Verfahren münden könnten. Für geschädigte Anleger interessant sein dürfte nun insbesondere, dass Fricks Verteidiger Kraus in seinem Schlussplädoyer insbesondere auch die Aussagen seines Mandanten zu weiteren Hintermännern des offensichtlichen großangelegten Betruges hervorgehoben hatte.

Hier könnten sich möglicherweise weitere Perspektiven zur nachhaltigen Durchsetzung bestehender Ansprüche betrogener Abonnenten ergeben. In Bezug auf die gesamte Schadenshöhe ist mittlerweile die Rede von bis zu 700 Millionen €.

Die auf Wirtschafts-, Banken- und Kapitalmarktrecht spezialisierten ADWUS Rechtsanwälte vertreten im neuerlichen Betrugsfall um die Börsenbriefe des Herrn Frick bereits eine Vielzahl von geschädigten Anlegern. Wir raten dringend allen bislang untätig gebliebenen Betroffenen, umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung alle möglichen Schritte zur Sicherung bestehender Ansprüche zu unternehmen. Gerne dürfen Sie sich mit uns in Verbindung setzen, Ansprechpartner auch für eine unverbindliche kurze telefonische Klärung innerhalb der Kanzlei ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.

Bank- und Kapitalmarktrecht