05.04.2017

MDM Group AG und die "Sichere 20 %-Geldanlage": Stiftung Warentest ergänzt Warnliste

Nachdem wir uns in den vergangenen Wochen und Monaten mehrfach mit dem vorgeblich "sicheren" Anlageangebot der im schweizerischen Meggen beheimateten MDM Group AG befasst hatten, ist zwischenzeitlich auch die Stiftung Warentest/Finanztest auf die geradezu grotesken Offerten aufmerksam geworden.

Auch hier wird nachdrücklich vor den dortig beworbenen Nachrangdarlehen gewarnt. Darüber hinaus setzt test.de die MDM Group AG auf die Warnliste Geldanlage.

Wie die Stiftung weiter ausführt, habe die Unternehmenssprecherin und -Chefin, eine gewisse Özlem Utanç, auf Nachfrage eingestanden, dass "der derzeitige Geschäftsbetrieb erst im April 2016 aufgenommen" worden sei. Diese Aussage steht in vollständigem Kontrast zu allerhand anderslautenden Statements der Unternehmensgruppe. Auch die Stiftung Warentest weist im übrigen darauf hin, dass schon im Grundsatz bei sog. Nachrangdarlehen nicht von einer "sicheren Geldanlage" die Rede sein kann. Einen Verkaufsprospekt sowie ein Vermögensinformationsblatt gebe es i.ü. ebenfalls nicht. 

Die konfusen und widersprüchlichen Aussagen und Behauptungen der MDM Group AG respektive Frau Özlem Utançs verdichten weiterhin unsere sichere Einschätzung dahingehend, dass die hier in Rede stehende Geschäftstätigkeit sowie die zugehörigen Kapitalanlage-Offerten kaum seriös sein können. Eine kurze weitere Internetrecherche ergibt eine Flut von Pressemeldungen, die aus der Unternehmensgruppe heraus an die unterschiedlichsten Portale lanciert und hier offensichtlich ungeprüft veröffentlicht werden. Zwischenzeitlich ist gar die Rede von einer bereits zweifachen Überzeichnung im Hinblick auf einen bevorstehenden Börsengang - mit dem die MDM Group AG weiteres Kapital einsammeln will.

Wir erneuern aus gegebenem Anlass unsere dringliche Warnung vor den Angeboten der MDM Group AG. Interessierte Anleger sollten eventuell anstehende Investitionen vor einer möglicherweise fatalen Entscheidung unbedingt eingehend prüfen. Im Zweifelsfall empfehlen wir die Beiziehung entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung bzw. Hilfe.

Bank- und Kapitalmarktrecht