04.03.2014

Schneeballsystem Ulrich Engler: Revisionsantrag von drei Hauptvermittlern

LG Mannheim

04.03.2014: Eine Woche nach Verkündung der Haftstrafen von dreieinviertel bis fünfeinhalb Jahren für drei weitere Hauptbeschuldigte in der Betrugssache Ulrich Engler haben diese  Revision eingelegt, wie die Deutsche Presseagentur mitteilte.

Mitte Februar wurde hier das Urteil verkündet, der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (BGH) muss nun über die Revision entscheiden. In dem erstinstanzlichen Verfahren wurde frühzeitig aus gesundheitlichen Gründen die Anklage gegen einen weiteren vierten Beschuldigten aus der Gruppe der sogenannten "famous four" abgespalten.

Der Vorsitzende Richter Andreas Lindenthal hatte als strafverschärfend die bis zuletzt demonstrierte fehlende Reue und Uneinsichtigkeit der nun Verurteilten bewertet und war in der Strafzumessung noch etwas über die von der zuständigen Staatsanwaltschaft geforderten Bußen hinausgegangen. Die inzwischen 54 bis 71 Jahre alten Männer hatten sich durchgängig ausschließlich als Opfer des Millionenbetrügers dargestellt und bis zuletzt behauptet, von den kriminellen Machenschaften nichts geahnt oder gar gewusst zu haben.

Ulrich Engler, der in den vergangenen Jahren immer wieder von Medienseite aus als "dreistester Dieb Deutschlands" bezeichnet wurde und tatsächlich mit ungeheurer Geschwindigkeit innerhalb kürzester Zeit rund eine halbe Milliarde US-Dollar von ahnungslosen Anlegern eingesammelt hatte, war selber Anfang 2013 zu einer hohen Haftstrafe verurteilt worden. Einen beträchtlichen Anteil der eingeworbenen Anlegergelder verprasste Engler mit protzigen Immobilien, Autos, Uhren und Partys, auch die nun verurteilten Hauptvermittler wurden nach Kräften mit Luxusreisen, Schmuck und Goldbarren verwöhnt.

Bislang untätig gebliebene Geschädigte sollten dringend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung alle in dieser Sache möglichen Schritte zur Sicherung bestehender Ansprüche unternehmen. 

Insbesondere auch nach einer zu erwartenden Bestätigung der nun gefällten Urteile vor dem BGH sollten sich Schadensersatzansprüche auch gegen die weiteren Hauptverantwortlichen erfolgreich titulieren und gegebenenfalls durchsetzen lassen. Da hier wie stets das sogenannte Prioritätsprinzip (first come first serve) Anwendung findet, ist durchaus Eile geboten, die Vermögenswerte werden allem Ermessen nach endlich sein.

Die ADWUS Rechtsanwälte vertreten bereits eine Vielzahl Betroffener. Wir bearbeiten ständig hunderte von laufenden Verfahren auf dem Gebiet des Wirtschafts-, Banken- und Kapitalmarktrechts, hier haben wir über die vergangenen Jahre eine ausgesprochene Expertise erarbeitet. Gerne dürfen Sie uns zur nachhaltigen Durchsetzung Ihrer Ansprüche kontaktieren, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Klärung der Sachlage ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.

Bank- und Kapitalmarktrecht