14.12.2013

S&K Betrugsskandal: Verdoppelung des Schadens auf bis zu 200 Millionen €?

13.12.2013: wie verschiedene Medien melden, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Freitag bekanntgegeben, dass der durch die Frankfurter Immobiliengruppe verursachte Schaden rund das Doppelte der bisher angenommenen Schadenssumme erreichen könnte.

Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu hat insoweit einen Bericht der Süddeutschen Zeitung bestätigt, statt wie bisher rund 105 Millionen € ist nun von bis zu 200 Millionen € die Rede. Betroffen sind etwa 10.000 getäuschte Anleger, die von den Ermittlern festgesetzten Vermögensgegenstände werden bisher auf rund 40 Millionen € geschätzt. Im Bundesanzeiger wurden hier bereits im September Vermögenswerte von zwölf Beschuldigten veröffentlicht, bei den allesamt namentlich Genannten wurden neben Konten, Immobilien und Versicherungsverträgen u. a. Goldbarren, Münzen, Luxusuhren und Schmuck arrestiert beziehungsweise gepfändet.

Insbesondere die Unternehmensgründer Stephan Christoph Schäfer sowie Jonas Ufuk Köller waren in der Vergangenheit immer wieder mit Berichten über ihren ausufernden Lebensstil und protzige Partys in den Medien, gerade auch photografische Darstellungen der beiden mit spärlich bekleideten Damen dürften vielen geprellten Anlegern in unguter Erinnerungen verbleiben. Immer noch sitzen nach den Razzien vor rund zehn Monaten 8 Beschuldigte der Unternehmensgruppe in Untersuchungshaft, insbesondere nach dem spektakulären Fluchtversuch von Christoph Schäfer im September dürften die Aussichten auf eine Entlassung hier äußerst gering sein, die S&K Betrugsskandal: Verdoppelung des Schadens auf bis zu 200 Millionen €? Staatsanwaltschaft hat Verdunkelungsgefahr geltend gemacht. Die extrem aufwendigen Ermittlungen werden zu weiterer zeitlicher Verzögerung bis zu einer Anklage führen, außer den bisher Inhaftierten gibt es viele weitere Beschuldigte, etwa 150 Firmen im Umkreis der S&K Unternehmensgruppe sind von den Untersuchungen betroffen.

Die zuständige Staatsanwaltschaft betont, dass die im Bundesanzeiger veröffentlichte Auflistung nicht abschließend sein kann und sich auch bisher nur auf den Stichtag 27.08.2013 bezieht.

Geschädigte können selbstverständlich auf vorläufig gesicherte Vermögenswerte nur über den Weg der zivilrechtlichen Zwangsvollstreckung Zugriff nehmen, hierbei ist Voraussetzung die Erwirkung eines vollstreckbaren Titels gegen die Schuldner. Da auch hier strikt das Prioritätsprinzip gilt (first come first serve), ist für Betroffene Eile geboten, um nicht am Ende trotz rechtmäßig festgestellter Ansprüche leer auszugehen. Wir raten insoweit dringend allen geschädigten Anlegern, umgehend mit versierter anwaltlicher Hilfe rechtliche Schritte zu unternehmen und Ansprüche geltend zu machen. Die auf Wirtschafts-, Banken- & Kapitalmarktrecht spezialisierten ADWUS Rechtsanwälte bearbeiten laufend hunderte von Verfahren und haben sich in der Vergangenheit eine ausgewiesene Expertise erarbeitet. Auch für die Durchsetzung Ihrer berechtigten Interessen werden wir uns mit Nachdruck einsetzen. Gerne dürfen Sie uns für eine unverbindliche kurze Klärung der Sachlage kontaktieren, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei ist RA Wolfgang Wittmann.

Bank- und Kapitalmarktrecht