15.11.2016

Thorsten Cierniak und "Zeichnungsscheine für Anleihe-Kapital": BaFin beendet illegales Einlagengeschäft

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat dem Nordschwarzwälder Thorsten Cierniak (Königsbach-Stein) untersagt, sein unerlaubt betriebenes Einlagengeschäft weiterzuführen und verlangt insoweit die unverzügliche Abwicklung.

Cierniak habe auf der Grundlage von "Zeichnungsscheinen für Anleihe-Kapital" Kundengelder entgegengenommen und entsprechende Rückzahlungsansprüche der Kapitalgeber in Form von Inhaberschuldverschreibungen verbrieft. Wie die BaFin weiter ausführt, hätten die Schuldverschreibungen unterschiedliche Laufzeiten und Nennbeträge ausgewiesen und seien insoweit nicht Teil einer erlaubnisfreien Gesamtemission.

Der bereits am 28. Oktober 2016 ergangene Bescheid der Bundesanstalt verpflichtet nun Herrn Thorsten Cierniak, das von seinen Kunden ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin eingesammelte Kapital umgehend und vollständig an seine Kapitalgeber rückzuführen. Für die betroffenen Investoren bleibt auch in diesem Fall zu hoffen, dass Herr Cierniak tatsächlich in der Lage sein wird, dieser seiner Verpflichtung vollumfänglich nachzukommen. Auffällig bleibt für den aufmerksamen Marktbeobachter in jedem Fall die zeitliche Häufung der durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht monierten Einlagengeschäfte in den vergangenen Monaten.

Bank- und Kapitalmarktrecht