03.11.2015

VW-Skandal und kein Ende: nun auch Benziner betroffen?

Die Schockmeldungen rund um den Abgasskandal im VW-Konzern reißen nicht ab: am späten Dienstagnachmittag und -abend laufen neue Horrorszenarien über die Nachrichtenkanäle. 

Nunmehr ist die Rede davon, dass weitere knapp 1 Million Fahrzeuge von den Software-Manipulationen betroffen sein sollen, darunter offensichtlich erstmals auch Fahrzeuge mit Benzinmotoren.

Bereits jetzt wird der durch die neuerlichen Entwicklungen verursachte Schaden auf weitere 2 Milliarden € beziffert, die der Konzern zurückstellen wolle. Aus dem Unternehmen heraus verlautete, man wolle "schonungslos und vollständig aufklären", dieser "schmerzhafte Prozess" sei "ohne Alternative". Für den aufmerksamen Betrachter dürfte sich allerdings die Frage stellen, warum die häppchenweisen Eingeständnisse erst nach und nach und offensichtlich unter größtem Druck insbesondere der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA erfolgen. 

Und wiederum stellt sich für die geschädigten Kunden des VW-Konzerns die Frage nach der Verantwortlichkeit für dieses gigantische Desaster. Nachdem nach den Veröffentlichungen am gestrigen Montag offenbar auch größere Sechszylindermotoren unter anderem bei Porsche-Fahrzeugen ins Schussfeld geraten waren, hatte heute ein Audi-Sprecher die Öffentlichkeit gesucht. Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) schreibt, stand das dortige Statement ganz offensichtlich im Zeichen der Deeskalation insbesondere gegenüber der amerikanischen Umweltbehörde.

Die von Audi verwendete Software sei gesetzeskonform, Problem in diesem Fall wäre aber eine sogenannte Zusatzeinrichtung zur Emissionskontrolle.

Momentan prüfen wir für eine Vielzahl von Geschädigten die weitere Vorgehensweise im Hinblick auf Geltendmachung und Durchsetzung bestehender Schadensersatzansprüche. Wir empfehlen nochmals dringlich allen Betroffenen, möglichst umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung alle rechtlich möglichen Schritte in dieser Hinsicht zu eruieren und gegebenenfalls zeitnah zu unternehmen. Gerne dürfen Sie sich in dieser Hinsicht unverbindlich für eine kurze Aufnahme des Sachstandes mit uns in Verbindung setzen, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei ist hier Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.