Was ist ein Direktinvestment / Sachkauf?

Ein Direktinvestment / Sachkauf ist eine (direkte) Investition in einen Sachwert. Als Sachwert kommen dabei insbesondere in Betracht:

  • Container
  • Immobilien
  • Eisenbahn-Waggons
  • Windräder
  • Solaranlagen
  • Wasserkraftwerke
  • Lichtsysteme
  • Energieeinsparsysteme
  • Edelmetalle (Gold, Silber, etc.) 
  • Edelsteine (Diamanten, etc.)
  • Bäume/Edelhölzer
  • Algen 
  • etc.

Diese Sachwerte können vermietet werden, erzeugen/sparen Energie ein oder besitzen einen bleibenden bzw. sich (idealerweise) steigernden Wert. In aller Regel werden ein Direktinvestment / Sachkauf als Wirtschaftsgüter stark nachgefragt, so dass für deren Besitzer ein attraktiver Ertrag in Aussicht steht. 

Aus den Medien bekannte Investitionsmodelle für ein Direktinvestment / Sachkauf in der jüngeren Vergangenheit waren z.B. neben P&R Container sowie dessen Wettbewerber Magellan auch die als ein Direktinvestment / Sachkauf an Anleger verkauften Produkte der „COSMA-Gruppe“ (Goldkauf) oder der NAM Niedersächsische Algenmanufaktur GmbH (Algen).

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Funktionsweise Direktinvestment / Sachkauf

Bei einem Direktinvestment / Sachkauf erwirbt der Anleger regelmäßig das Eigentum an einem Sachwert (mitunter wird z.B. bei Verträgen über Waldflächen auch „nur“ ein Pachtvertrag abgeschlossen). Hierfür bezahlt der Anleger den Kaufpreis als "Anlagebetrag".  

Zugleich wird dann von dem Anbieter des Direktinvestments / Sachkaufs von dem Anleger das Recht eingeräumt, den Sachwert zu nutzen. Weiter wird geregelt, in welcher Art und Weise diese Nutzung erfolgen soll (z.B. Vermietung eines Containers an den Anbieter, zur Untervermietung an Dritte; Überlassungs- und Bewirtschaftungsvertrag mit dem Anbieter bezüglich der Bepflanzung von Waldflächen; etc.). Das Nutzungsrecht des Anbieters bei einem Direktinvestment / Sachkauf wird dabei oft aus vertrieblichen Gründen auf eine relativ kurze „Laufzeit“ begrenzt. Im Lichte der für das Direktinvestment / Sachkauf ausgelobten Rendite ein auf den ersten Blick aus Sicht der Anleger ein überscihtliches und damit attraktives Angebot. 

Im Falle der Vermietung nach Abschluss des Direktinvestment / Sachkauf  erhält der Anleger eine entsprechende, kontinuierliche Mietzahlung, mit welcher die Rendite abgebildet wird. In der Vergangenheit zeigte sich vermehrt im Marktumfeld Direktinvestment / Sachkauf, dass solche laufenden Zahlungen meistens zu einem nicht unerheblichen Teil auch aus den Kaufpreisen der anderen Anleger mitfinanziert wurden. Oft wurde bei dem Angebot Direktinvestment / Sachkauf die Kalkulation nicht marktgerecht und damit deutlich über den Preisen angesetzt. Analysten gehen auch bei P&R Container von deutlich über dem Weltmarkt liegenden Preiskalkulationen aus. Entsprechende Warnungen gab es speziell für das P&R Angebot bereits im Jahr 2014.

Am Ende der vertraglich vereinbarten Laufzeit wird der vermietete Sachwert dann vom Anbieter zurückerworben und der Anleger erhält den Rückkaufswert. Im Falle wachsender Sachwerte, bspw. ein Holzkauf, Algenproduktion u.a. soll der Sachwert vom Anbieter veräußert werden und der Anleger erhält den Kaufpreis bzw. einen Vermögensrückfluss aus dem erzielten Kaufpreis. 

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Chancen und Risiken für das Direktinvestment /Sachkauf

Meistens werden die kontinuierlichen (Miet-)Einnahmen, die überschaubare Laufzeit und der Rückkaufswert als Argumente für das Direktinvestment / Sachkauf genannt. Dabei werden mitunter der Rückkaufswert bzw. das Eigentum an dem Sachwert als „Sicherheit“ für eine möglicherweise ausfallenden Mietzins angeführt. 

Auf der anderen Seite ist der Anleger bei einem Direktinvestment / Sachkauf in sehr starkem Maße abhängig von der Entwicklung der Nachfrage bezüglich des konkreten Sachwertes. Erheblich ist auch das Geschick und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Anbieters. Inwiefern der Rückkaufswert und/oder das Eigentum am Sachwert dem Anleger tatsächlich „im Fall der Fälle“ als „Sicherheit“ für ausfallende Mieteinnahmen dient, hängt von vielen Faktoren ab. Entscheidend ist, ob der Rückkaufswert vertraglich geschuldet ist und dem Modell nach dann auch tatsächlich bezahlt werden kann. Maßgebend ist aber auch die Verwertbarkeit des Sachwertes selbst. Diese hängt oft von Faktoren ab, die durch den Markt und die Nachfrage beeinflusst sind.

Oft setzt die optimale Verwertung bei einem Direktinvestment / Sachkauf branchenspezifisches Fachwissen voraus. Zumindest bringt die Verwertung selbst Zeit- und Kostenaufwand mit sich. Eine Eigenverwertung bei einem Direktinvestment / Sachkauf ist schwierig. In der Regel sind Anleger branchenunerfahren und müssten sich entsprechende Kenntnisse erst aneignen bzw. hinzukaufen. In der Regel sind auch Insolvenzverwalter überfordert.

Vor ganz erhebliche Probleme dürfte z.B. ein mit der einschlägigen Branche nicht vertrauter Anleger gestellt sein, der bei einem Direktinvestment / Sachkauf die Verwertung im Ausland vornehmen müsste. 

Der Fall P&R Container veranschaulicht diese Probleme bei einem Direktinvestment / Sachkauf sehr deutlich. In diesem Fall kommt hinzu, dass die Verwertung einer siebenstelligen Anzahl an Containern im Markt zu einem erheblichen Preisverfall führen dürfte. Der Insolvenzverwalter der von der Insolvenz betroffenen Vertriebsgesellschaften der P&R Container ist indes bemüht darum, den Geschäftsbetrieb erst einmal fortzuführen. Die Abwicklung und die Verwertung soll sodann nach einer umfassenden Bestandsaufnahme der Nachfrage angepasst erfolgen. Weiter Informationen zum Insolvenzverfahren finden Sie hier.

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Die Konzernstruktur

P&R Aktiengesellschaft - P&R AG
P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH
P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH
P&R Container Leasing GmbH
P&R Transport-Container GmbH
P&R Equipment & Finance Corp., Zug

Wichtige Informationen zum dem Angebot P&R Container - Wo ist mein Container?

Rechtsanwalt

Wolfgang Wittmann

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Harald Lambert

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