Opferschutz

Das Strafrecht sieht für Opfer von Straftaten besondere Rechte vor. Diese Rechte regeln zum einen die Beteiligung der Opfer an dem Strafverfahren, zudem dienen sie dazu, die schutzwürdigen Interessen des Opfers zu wahren. In diesem Zusammenhang kann sich das Opfer einer Straftat anwaltlicher Hilfe bedienen. Der hierbei tätige Rechtsanwalt, auch als Opferanwalt bezeichnet, tritt in diesem Zusammenhang häufig als Nebenklagevertreter, Zeugenbeistand oder Verletztenbeistand auf. Gerade der psychologische Aspekt spielt in der anwaltlichen Beratung der Opfer eine wichtige Rolle, da der Opferanwalt nicht nur juristischer Begleiter, sondern auch psychischer Beistand ist.

Die wichtigsten Rechtsinstitute im Zusammenhang mit Opferschutz sind die Nebenklage sowie die Verletzten- und Zeugenbeistandschaft. Die sich hieraus ergebenden Rechte für das Opfer sind von unterschiedlicher Reichweite und reichen von einer aktiven Beteiligung am Strafverfahren bis zu einer bloßen Begleitung und Beistandsleistung.

Viele Opfer von Straftaten sind durch das Erlebte traumatisiert und durch das Geschehene in ihrer Privat- mitunter in ihrer Intimsphäre betroffen. Besonders belastend kann hierbei das erneute Aufeinandertreffen mit dem Täter oder eine Erörterung des Sachverhalts in öffentlicher Hauptverhandlung sein. Der Opferanwalt kann hierbei entgegensteuern, indem er bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen etwa das Abtreten des Täters in der Hauptverhandlung oder den Ausschluss der Öffentlichkeit während der Dauer der Vernehmung des Opfers beantragen kann.

Von praktischer Bedeutung sind schließlich auch die Regelungen des Gewaltschutzgesetzes, die beispielsweise für Opfer von häuslicher Gewalt oder Nachstellungen (Stalking) im Wege einstweiliger Anordnungen schnell und unkompliziert Schutzmaßnahmen vorsehen.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht

Benjamin Schmitt

Ihr Spezialist in allen Fragen des Strafrechts.

Rechtsanwalt für Strafrecht

Wolfgang Wittmann

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